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Gastarbeiter ArtikelBuch-Tipp: Begriffsschrift und andere Aufsätze Epochales Werk! Freges "Begriffsschrift" aus dem Jahr 1879 ist neben der "Analytica Priora" von Aristoteles das bedeutendste Werk der gesamten Logikgeschichte. Damit beginnt die moderne Logik. Der Begriff Gastarbeiter wurde in den 1960er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland geprägt. In der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und der sog. Vollbeschäftigung mangelte es an Arbeitnehmern für klein qualifizierte Tätigkeiten, vor allem in der Montan - und Automobilindustrie, Stadt- und Gebäudereinigung und weiteren Tätigkeiten, die noch nicht automatisiert oder mechanisiert worden waren und somit einen großen personellen Aufwand erforderlich machten. Für diese Tätigkeiten wurden in dem europäischen Ausland Männer (Arbeitsmigranten) angeworben. 1964 wird in der Bundesrepublik der offiziell einmillionste Gastarbeiter begrüßt.
Der Gastarbeiter suggeriert einen vorübergehenden Aufenthalt in dem Gastland aus einem bestimmten Grund (Arbeit) und blendet damit soziale und kulturelle Aspekte aus. Die ersten Menschen, die als Gastarbeiter in dieser Zeit angeworben wurde, kamen aus Italien, Spanien, Portugal und Jugoslawien, später auch aus Griechenland und insbesondere aus der Türkei. In dem Gegensatz zur Anwerbung von Arbeitern für Zechen während der Industrialisierung in dem Ruhrgebiet bestand weder das Ziel, den Menschen eine neue Heimat zu geben, noch hatten die Gastarbeiter in der Regel das Ziel, sich dauerhaft eine neue Heimat in Deutschland zu suchen.
In der DDR gab es "Gastarbeiter" aus Vietnam (Textilindustrie), Kuba, Angola und Mocambique, die einen Facharbeiterabschluß erlangten, die ineffektive DDR-Wirtschaft mit ihrem chronischen Arbeitskräftemangel unterstützen sollten und nachdem Ende ihrer Delegierung wieder in ihren Entsendeländern qualifiziert arbeiten sollten. Der Begriff Gastarbeiter war in der DDR unüblich, stattdessen wurde von Vertragsarbeitern gesprochen.==Folgen==
Bereits Anfang der 1970er Jahre zeigte sich, dass die ursprüngliche Annahme des Aufenthaltes für eine begrenzte Zeit nicht mehr zutraf. Durch Gesetze wurde der Nachzug von Familienangehörigen geregelt und auch von vielen ehemaligen Gastarbeitern genutzt. 1973 erfolgte ein Anwerbestopp von Gastarbeitern. Dadurch wurde die Bundesrepublik Deutschland de facto zu einem Einwanderungsland, wenngleich dies bis Ende der 1990er Jahre von allen bundesdeutschen Regierungen wenn nicht bestritten, so doch immerhin ignoriert wurde und eine aktive Integrationspolitik nicht gewünscht war.
Mit dem Abflachen des wirtschaftlichen Aufschwungs traten die anfänglich ignorierten soziokulturellen Aspekte stets mehr in den Vordergrund. Zudem qualifizierten sich nicht wenige Gastarbeiter in betrieblichen und überbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen für besser bezahlte Jobs. In Zeiten des Niedergangs der Montanindustrie wurden sie so von deutschen Arbeitnehmern zunehmend als Konkurrenten um den eigenen Arbeitsplatz angesehen und die kulturellen Unterschiede wurden zur Diskriminierung herausgestellt.
Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse, ungebildeten Eltern, großer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und damit verbunden kleinen Schulerfolgen (40 Prozent ohne qualifizierte Ausbildung!) gestaltet sich die Eingliederung der Kinder von Gastarbeitern in die bundesdeutsche Leistungsgesellschaft besonders schwierig. Hinzu kommen die bislang kleinen Integrationsbemühungen der deutschen Gesellschaft. Insbesondere bei türkisch-/ kurdischstämmigen Gastarbeitern ist auch aufgrund der abweichenden Religion (meist sunnitischer Islam) eine Abschottung in ghettoähnliche Parallelgesellschaften zu beobachten. Dies sind z.B Schwerpunktgebiete wie Berlin-Kreuzberg/ Neukölln, Frankfurt (Main)-Bockenheim und Hamburg-Wilhelmsburg.
Mittlerweile ist der Begriff Gastarbeiter für die ursprünglich Gemeinten nicht mehr zutreffend und kaum noch gebräuchlich. Stattdessen wird von ausländischen Mitbürgern gesprochen, ungeachtet dessen, ob sie deutsche Staatsbürger sind. Gastarbeiter in dem eigentlichen Wortsinn kommen mittlerweile aus osteuropäischen Ländern, wie Polen oder Russische Förderation.
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